Archiv der Kategorie: Erfahrungen

Rückführung in frühere Leben – alles Quatsch?

Mehrere Tag lang war in mir ein zunehmend extremes Angst-Gefühl, und zwar immer dann, wenn ich an ein konkret anstehendes belastendes Gespräch dachte. Jetzt habe ich in meinem Leben allerdings schon ganz andere Gespräche bzw. Situationen erlebt und gemeistert. Wie konnte es von daher sein, dass sich jetzt eine solch extreme Angst in mir ihren Weg bahnte?

Als ich diesem Gefühl nachging wurde mir klar, es musste aus einem früheren Leben kommen. (Diese Wahrnehmung kann man trainieren). Ich ging in Trance und spürte und sah, wie ich zu einem Schafott oder zu einem Galgen geleitet wurde, auf einem mittelalterlichen Platz in der Mitte einer Ortschaft. Kurz zuvor war ich noch bei meiner Familie in einem kleinen Kämmerlein. Der Gedanke, meine geliebte Familie nie mehr wiedersehen zu können war für mich unerträglich – sehr viel größer als die Angst vor dem nahenden Tod.

Diese Szenerie erlebte ich in den Tagen zuvor (in meinem realen Leben) mehrfach, und zwar wie in einer Art von Dauerschleife. (Ich bin sehr geübt darin, in Trance zu gehen, auch einfach so zwischendurch). Jedesmal wurde mir beinahe übel dabei.

Gestern Abend nun schaute ich, gemeinsam mit meiner Frau Petra Schwehm,  einen Film, der im 17 Jahrhundert spielte. Offensichtlich davon angetriggert war ich wieder in diesem mittelalterlichen Schauer-Szenario, und meine Frau stellte mir dazu eine Frage, die mich, mit meinem Einverständnis, noch tiefer in dieses Szenario hineinführte. Danach verließ ich meine damalige Familie offenbar freiwillig auf dem Weg zu meiner (von der damaligen Obrigkeit) angeordneten Hinrichtung, weil sonst meine Familie (ich sah meine Frau und mehrere Kinder) ebenfalls getötet worden wäre.

Auf die Frage meiner Frau Petra, ob ich mich damals denn schuldig gemacht hätte, kam mir in den Sinn, dass ich einer Gruppe von Menschen angehörte, die sich im Stillen gegen die (ungerechte) Obrigkeit aufgelehnt hatten. Einer dieser Gruppenmitglieder (mein bester Freund) hätte damals im Suff in einem Wirtshaus Dinge ausgeplaudert, die ihn selbst sofort das Leben kosteten und mich (und andere?) in der Folge.

Wiederum in Gedanken auf dem Weg zum Schafott (oder zum Galgen? Da ich es nicht klar differenzieren kann, und mir in der Rückführung immer wieder der Begriff ‘Schafott’ in den Sinn kam, belasse ich es dabei) war ich plötzlich wie erlöst. Ich fühlte mich frei, leicht und es war einfach herrlich. Ich vermutete, dass das das Gefühl nach meinem Tod sein müsste.

Meine Frau Petra fragte mich nun noch genauer, was ich sähe. Ich konnte die hölzerne, leiterähnliche Treppe zum Schafott beschreiben, Teile der Unterkonstruktion, die ungefähren Ausmaße dieses (Markt-?) Platzes, dass es mehrere hundert Zuschauer gab und ein paar Details mehr. Doch was ich nicht sah (und auch nicht spürte), das war mein Weg die Leitertreppe hinauf zum Schofott. Eigentümlich.

Plötzlich kam es zu einer Bewegung. Und zwar sowohl in der Menschenmenge, als auch in meiner Psyche. Die Menschenmenge gerieht in Aufruhr, stürzte die geplante(n) Hinrichtung(en) mitsamt Obrigkeit, und plötzlich wurde mir (meiner Seele) (wieder) klar, dass ich damals offenbar gar nicht hingerichtet wurde.

Ich war so erleichtert, dass ich es nicht in passende Worte fassen kann. Als mir plötzlich durch den Kopf schoss, dass ich dann ja sogar meine Familie wieder sehen kann, womit ich niemals gerechnet hätte, trieb es mir die Tränen der Liebe, der Sehnsucht, der Erleichterung in die Augen und auch meine Seele schien aufzuatmen.

Im Szenario sah und spürte ich nun, wie ich von der begeisterten Menschenmenge gefeiert und nach oben auf das Podest getragen wurde, um weiter bejubelt zu werden. Es war einfach nur grandios, und ich war zutiefst bewegt.

Dieses Erlebnis bewegte mich (gestern Abend) noch so tief, dass ich beschloss, sofort zu Bett zu gehen, einige Stunden “vor meiner Zeit”. Dennoch schlief ich sofort ein, träumte auch sehr intensiv von Unterschiedlichstem und als ich aufwachte, war dieses extrem belastende Gefühl weg. Zwar hatte ich damit gerechnet, war (und bin) dann aber trotzdem überrascht und erfreut, dass dieses Gefühl nun weg ist.

Dies war nicht meine erste Rückführung, jedoch eine der bewegendsten. Das Besondere war, dass die hierzu erforderliche Kompetenz “bei uns im Haus” ist: zum einen durch meine wunderbare Frau Petra Schwehm, zum anderen durch meine langjährigen und sehr vielschichtigen Erfahrungen im Bereich der Rückführungen, der Trance- bzw. Hypnosearbeit, der Familienaufstellungen und Einigem mehr.

Alles quatsch? Die Beurteilung liegt natürlich bei dir. Jedenfalls ist dieses über Gebühr belastende und von mir als vollkommen unangemessen schwer erlebte Angst-Gefühl weg und das Hinrichtungsszenario durch ein “Inkarnations-Highlight” ersetzt – und zwar völlig ohne Suggestionen.

Mir (und sinngemäß vielen Klienten, mit denen meine Frau bzw. ich gearbeitetet haben) geht es besser, und das ist für mich (und für die Klienten) das, was zählt. Natürlich kann ich nicht “wissen”, dass alles so war, wie ich es in meinem Inneren erlebt habe. Aber ich kann spüren, welchen Unterschied es auf mich und mein Leben macht. Und Letztendlich ist das das, was für mich zählt.

Meine Haltung dazu ist die, die ich auch vom NLP her kenne: “Nutze, was wirkt!”

Was meinst du dazu? Schreib’s mir gerne als Kommentar. Ich bin gespannt. 🙂

Erfahrungen mit Vodafone DSL, Hotline & mehr

[Ergänzung vom 08.04.2016] Hurraaaahhhh, seit ca. 3 Tagen funktioniert alles wieder. Warum? Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls war bis zum heutigen Tag kein Techniker bei uns im Haus vor Ort. Geschätzte 20 Telefonate mit unterschiedlichen Ansprechpartnern haben immer wieder zum Staunen gebracht, dass kein Techniker erschienen ist und dass die Störung so lange präsent war. Anscheinend werden die Kunden-Rückmeldungen nicht festgehalten, kann ich da nur daraus schließen.

Die letzten Kontakte mit Vodafone gingen ja dahin, dass seitens Vodafone spekuliert wurde, mit meiner FritzBox 7390 müsse etwas nicht in Ordnung sein. Da ich selbst das natürlich auch nicht ausschließen konnte, habe ich mittlerweile eine FritzBox 7490 gekauft. Mangels Zeit kam ich jedoch noch nicht dazu, diese in Betrieb zu nehmen – und das war auch gut so. Denn die Tatsache, dass seit ca. 3 Tagen Internet und Telefonie wieder funktionieren, werte ich als Beweis dafür, dass insbesondere meine bewährte FritzBox 7390 funktioniert.

Mein Fazit: Vodafone war sehr bemüht und die Kontaktdichte nahm mit zunehmender Länge der Störung spürbar zu. Wo der Fehler lag, weiß allem Anschein auch Vodafone nicht. Fast 5 Wochen sind seit meiner ersten Störungsmeldung vergangen, bis Internet und Telefonie wieder zuverlässig funktionieren. An 4  mit Vodafone fest vereinbarten Terminen wartete ich vergeblich jeweils 6 volle Zeitstunden auf das Eintreffen eines Telekom-Technikers. Ob eine solche Vereinbarung zwischen Vodafone und der Telekom tatsächlich stattfand, kann ich natürlich nicht beurteilen. Jedenfalls war jeder Vodafone-Mitarbeiter, mit dem ich jeweils sprach, überrascht darüber, dass kein Techniker erschien. Hierüber wird also mutmaßlich nicht Buch geführt…

So, und damit ist dieses Post hoffentlich zu Ende. 🙂 Ach ja: Zwischendurch wurde ich darüber informiert, dass mir aufgrund der Länge der Störung auch die Grundgebühr für den April erlassen werde.

[Ergänzung vom 30.03.2016] Gestern wurde ich von einem Techniker angerufen. Angeblich sei die Störung seitens Vodafone inzwischen definitiv behoben. Da mein Internet-Anschluss nach wie vor eher zufallsbasiert funktioniert bestünde noch die Möglichkeit, dass die von mir verwendete FritzBox 7390 eine Macke hat. Da ich auch schon indiese Richtung spekuliert habe beschloss ich, mir die neuere Version (7490) zu bestellen und zu installieren. Der Techniker schlug mir vor, mir zusätzlich 10 € gutzuschreiben, sodass ich damit für den März keine Grundgebühr zu zahlen habe.

Heute wurde ich gleich zweimal von Vodafone angerufen. Einmal aufgrund eines Faxes, das ich aus Gründen der Beweisbarkeit vor Gericht (Sendebestätigung) auf die Reise gegeben habe. Ich wurde darüber informiert, dass man mir einen Techniker seitens Vodafone schicken könne, der vor Ort den Grund der Sötrung überprüfen könnte. Sollte sich zeigen, dass die Störung bei Vodafone liegt, wäre dieser Besuch für mich kostenlos, andernfalls müsse ich 50 € für die Anfahrt plus 10 € pro 10 Minuten Arbeitszeit (oder waren es 15 €? Ich bin mir nicht mehr sicher) bezahlen. Prinzipiell stimmte ich dieser Vorgehensweise zu, wies aber auf die von mir bestellte Fritzbox hin, die ich voraussichtlich am 31. März in Betrieb nehmen werde. Wir vereinbarten für den 01. April ein weiteres Gespräch, denn dann wird sich voraussichtlich gezeigt haben, ob die neue FritzBox das noch vorhandene Problem löst.

Der zweite Anruf kam von der kaufmännischen Seite von Vodafone. Man wolle mir auch die komplette Grundgebühr für den April gutschreiben für meine Umstände. Ein sehr feiner Zug, wie ich finde.

[Ergänzung vom 28.03.2016] Der am 22.03.2016 von der Hotline angekündigte Rückruf eines Technikers binnen 48 Stunden blieb bis heute aus, Internet und Telefonie funktionieren nach wie vor nur nach dem Zufallsprinzip. 🙁

[Ergänzung vom 22.03.2016] Nachdem Internet-Zugang und Telefonie erneut erheblich und ständig gestört waren blieb mir nichts anderes übrig, als mich aufs Neue durch den unten beschriebenen “Hotline-Triathlon” zu kämpfen. Interessant dabei fand ich, dass in diesem automatisierten Prozess meine Störungsmeldung vom 02. März immer noch hörbarer Bestandteil (der Ansage) war – entgegen der Beteuerung der gestrigen Anruferin von Seiten Vodafone. Erneut wies ich auf die erneut aufgetretene/immer noch anhaltende Störung hin. Nachdem ich darauf hingewiesen wurde, dass man mir den Surfstick sowie die Grundgebühr seit meiner ersten Störungsmeldung erstatten werde wurde mir versichert, dass durch meine erneute Störungsmeldung der Prozess der Störungsbeseitung nun angemahnt und damit beschleunigt werde. Binnen 48 Stunden rufe mich ein Techniker an – so die Hotline weiter. Aha, nun denn…

[Ergänzung vom 21.03.2016] Heute gibt es 3 Fakten zu berichten:

  1. Vodafone rief mich heute Vormittag an, um mich darüber zu informieren, dass man mir die Grundgebühr ab dem Tag der Störungsmeldung bis mindestens heute bzw. bis zur Störungsbehebung gutschreiben würde. Ebenfalls wurde ich darüber informiert, dass die Rechnung über den Surfstick von knapp 30 € vorläge und mir ebenfalls gutgeschrieben werden würde. Eine speziell hierfür zuständige Person würde nun den Fortgang der Störungsbehebung überwachen.
  2. Der für heute avisierte Techniker kam ebenfalls nicht, hätte jedoch angeblich das Problem mit dem Internet- und Telefon gelöst.
  3. Ich bekam am Nachmittag noch einen Anruf von Vodafone, in dem ich über den Inhalt von Punkt 2. informiert wurde. Es ist gerade 17.56 Uhr und ich blicke auf etwas über 3 störungsfreie Internetstunden zurück. Mal abwarten, ob die Störung tatsächlich behoben ist. Sollte dies der letzte Nachtrag sein, ist die Störung tatsächlich und endlich behoben.

Mein Zwischen- (und hoffentlich End-) Fazit:

  • Alle (geschätzt 8-10) Mitarbeiter, mit denen ich im Verlauf der letzten gut 14 Tage bei Vodafone telefoniert hatte, waren rein durch die Übermittlung der Festnetznummer (sofern ich von da aus anrief) oder durch Angabe meiner Kundennummer sofort auf dem Laufenden.
  • Alle vorgenannten Mitarbeiter waren sehr freundlich und um eine Lösung bemüht.
  • Allem Anschein nach lag das Kernproblem daran, dass sich die Telekom-Außendienstmitarbeiter nicht genötigt sahen, vor Ort zu erscheinen. Natürlich kann ich nicht hinter die Kulissen blicken um zu überprüfen, ob sie überhaupt von Vodafone beauftragt wurden. Falls diese Annahme zutrifft hätte das Problem vermutlich bereits nach wenigen Tagen gelöst werden können.
  • Bereits vor Monaten überlegte ich, mir einen zweiten Internet-Zugang legen zu lassen (aus Kapazitätsgründen). Durch das internetmäßige Fast-lahmgelegt-sein motiviert beauftragte ich nun diesen zweiten Zugang, der laut Ankündigung am Donnerstag zur Verfügung stehen wird. Das macht mich dann hoffentlich auch arbeitsfähig (im Internet), sollte mal wieder ein Anschluss gestört sein (und hoffentlich nie beide zugleich).
##############################
##################################

Von den Eindrücken noch geplättet schreibe ich nun von einem Drama, wie man es sich kaum ausdenken könnte. Es begann ganz harmlos: nachdem seit mehr als einer Woche das Internet immer wieder plötzlich wegbrach, ebenso wie die Telefonie, da unsere Telefonnummern hierüber laufen, und ich es zunächst auf Straßenarbeiten oder ähnliches mit damit einhergehenden Störungen einstufte, informierte ich die Vodafone-Hotline unter 0800-1721212 über die Störung.

Meine Erfahrungen mit Vodafone DSL, Hotline & mehr

Mein erster Anruf fand statt am 02.03.2016. Bei meinem ersten Anruf durfte ich das übliche Gedudel anhören, Werbung, mich einem Computer mitteilen und als ich fast am Ziel (nämlich einem echten Menschen) angekommen wäre, wurde mir mitgeteilt, ich sollte meinen Router neu starten. Tuuut, tuuut, tuuut…, das Gespräch war zu Ende. Vielen Dank.

Da ich meinen Router mehr als nur einmal neu gestartet hatte, und auch gerade aktuell dieses Prozedere hinter mich gebracht hatte, wählte ich also wieder die (glücklicherweise kostenlose) obenstehende Hotline-Nummer. Wieder Dudeldidudeldi, Werbung, mein Gespräch mit dem Computer und höre da, ein echter Mensch. Freundlich wurde mit mir und einem Telekom-Techniker ein Vor-Ort-Termin für den 07.03.2016 im knappen Zeitfenster von 8.00 – 14.00 Uhr (kein Vertipper – 6 Stunden Bandbreite sind dem Kunden sicher locker zumutbar) vereinbart. So weit, so gut. Ich war da, der angekündigte Telekom-Techniker jedoch nicht.

Am 08.03.2016 informierte ich die vorgenannte Hotline nach dem Dudeldidudeldi-Werbung-Computer-Gespräch-Triathlon über den ausgebliebenen Techniker. Ein neuer Termin wurde mit mir und einem Techniker vor Ort vereinbart, und zwar für den 10.03.2016, diesmal für das Zeitfenster von 14-20 Uhr. Wer kam nicht? Bestimmt hast du es erraten: der angekündigte Telekom-Techniker. Was also tun, wenn das Internet mitsamt Telefon nach wie vor nur gelegentlich funktioniert: die Hotline-anrufen, besagten Triathlon absolvieren, Termin mit einem Telekom-Techniker vereinbaren für den 14.03.2016, 8-14 Uhr. Aller Guten Dinge sind bekanntlich drei, und so war außer mir und meiner Frau insbesondere kein Techniker vor Ort.

Mir reichte es, und so sandte ich an die Vodafone-Kundenbetreuung ein Fax an 021022-986575 mit der Darstellung der auch hier beschriebenen Tatsachen und Androhung der fristlosen Kündigung wegen Nichtbehebens der Störung/wegen Nichtleistens der vertraglich vereinbarten Dienste. Dieses Fax musste natürlich über die meistens gestörte Leitung. Ach ja, ich kam noch auf die Idee, ein 18-seitiges Protokoll (!!!) (DIN A-4-Blätter in normaler Schriftgröße)  meiner Fritzbox mit den Störungen lediglich der letzten rund 48 Stunden (!!!) anzuhängen. Wie zu erwarten war, war natürlich die Leitung auch während dem Sendeversuch mehrfach gestört. Sendewiederholung und meiner unendlichen Geduld sei dank dürfte das Fax dann, laut Sendebestätigung, mindestens dreimal seinen Empfänger komplett erreicht haben. Die Wirkung binnen 48 Stunden: keine!

/*Sarkasmus an */ Frohen Mutes absolvierte ich erneut den Vodafone-Hotline-Triathlon, war dadurch noch mehr geladen /*Sarkasmus aus */ und fand nicht nur Gehör, sondern auch einen spürbaren Lösungsversuch. Einerseits umfasste dieser den – wer hätte das gedacht – Vorschlag, zum vierten Mal einen Telekom-Techniker vorbeizuschicken – was ich jedoch strikt ablehnte. Ich hatte keine Lust, ein viertes Mal auf einen nicht eintreffenden Techniker zu warten. [Glücklicherweise fand ich kürzlich heraus, dass unser Haus über zwei Hausanschlüsse verfügt, sodass ich relativ früh in diesem Szenario bei einem anderen Anbieter einen zusätzlichen Internet-Zugang beantragt habe, der hoffentlich bald zugänglich sein wird, sodass ich nicht (mehr) von Vodafone diesbezüglich abhängig bin. ]

Der Hotline-Mitarbeiter bot mir an, mir auf meine Kosten einen Surfstick mitsamt Datenkarte für 29,90 € in einem Vodafone-Shop zu kaufen, und mir dann per anschließendem Telefonat 55 GB Download-Volumen aufzuspielen, mitsamt dem Versprechen, mir anschließend die 29,90 € wieder gutzuschreiben. Dieser Vorschlag schien mir nun im Rahmen des Möglichen tatsächlich ein sinnvoller Vorschlag zu sein, der die Probleme zumindest ein wenig abmildern konnte. Das Problem hierbei war, dass ich in alle Richtungen rund 30 km von einem Vodafone-Shop entfernt wohne. Dennoch stieg ich frohen Mutes in mein Auto, darauf vertrauend, dass der von mir angesteuerte Vodafone-Shop sicherlich einen Surfstick haben würde. (Meine Frau riet mir, zuvor dort anzurufen, doch ich war mir meiner Sache sicher).

30 km später teilte mir der freundliche Vodafone-Verkäufer mit, dass er kurz zuvor den letzten Surfstick verkauft hatte. Ich explodierte, kriegte mich aber schnell wieder ein und schilderte dem überraschten Mann den Hintergrund. Daraufhin schlug er mir vor, doch den nächsten Shop in ca. 20 km Entfernung anzusteuern. Mit der gesamten Hin- und Rückfahrt wären das dann 100 km gewesen für einen verdammten Surfstick. Mir helfen wollend schaute der Mitarbeiter noch einmal in seinen Computer, der den Bestand von Null bestätigte. Plötzlich noch eine Idee bekommend schaute er in zwei Schränke und – siehe da – zauberte tatsächlich noch einen Surfstück hervor, und die hierzu erforderliche Karte fand sich sowieso reichlich in einem Regal. Wäre er eine hübsche Frau gewesen, hätte ich sie am liebsten geküsst.

Wie mit dem Hotline-Mitarbeiter vereinbart, faxte der Verkäufer meine von mir bezahlte Rechnung direkt an Vodafone, ich setzte mich in mein Auto und fuhr entspannt und sogar mit einer aufkommenden Freude wieder nach Hause. Tatsächlich rief mich der Hotline-Mitarbeiter auch um die vereinbarte Uhrzeit an. Gemeinsam versuchten wir, den Surfstick zu aktivieren, was jedoch misslang. Daraufhin verband er mich mit einem Techniker, mit dem ich dann den Surfstick aktivierte. Hierbei wurden 30 GB auf dem Stick freigeschaltet. Auf meinen Einwand, dass 55 GB vereinbart gewesen wären, konnte er nur sagen, dass er nicht weiß, was mit mir vereinbart gewesen sei und dass auf diesen Surfsticks immer maximal 30 GB Download-Volumen seien. Mit dem Hotline-Mitarbeiter zurückverbinden könne er  mich auch nicht, ich müsse mich dann wieder durch den (Triathlon-Prozess) an die Hotline wenden in der Hoffnung, dass der vorherige Hotline-Mitarbeiter dann gerade frei sei. Vielen Dank auch.

Aber gut, 30 GB sind ja auch ein Wort (wenn auch, zumindest noch, auf meine eigenen Kosten). Ich bin mal sehr gespannt, ob mir die knapp 30 € tatsächlich erstattet werden.

Was mir irgendwie komisch vorkam war der langsame Seitenaufbau. Ich versuchte, einen Geschwindigkeitstest durchzuführen, der jedoch wie eingefroren zu sein schien. Schließlich fand ich die Ursache heraus: Das zugehörige Handy-Netz funkt hier mit sage und schreibe 0,2368 MBit/sec (Edge), und damit um einen Faktor 40 langsamer als das ohnehin schon nicht sehr schnelle Internet bei uns vor Ort. Im Internet arbeiten ist damit also praktisch nicht möglich, ich könnte quasi jeden einzelnen Buchstaben, der gerade heruntergeladen und auf dem Bildschirm angezeigt wird, mitlesen… Und da es sich um einen reinen Datentarif handelt, kann ich damit auch nicht telefonieren.

Jetzt habe ich ganz vergessen zu erwähnen, dass ich angesichts der Freundlichkeit des Hotline-Mitarbeiters mich auf einen vierten Techniker-Termin für den 21.03.2016 zwischen 8 Uhr und 14 Uhr eingelassen habe… Was mich jedoch beruhigt: der weitere zuvor erwähnte Anbieter wird laut Mitteilung ab dem 24.03.2016 Internet & DSL liefern. Mal schauen, was daraus wird. Ich werde auf jeden Fall über den Fortgang berichten.

Welche Erfahrungen hast du so mit Hotlines & Co gemacht? Teile mir gerne deine Erfahrungen als Kommentar unter diesem Blogpost mit. Ich bin gespannt. 🙂

Mobbing mich gerne

Siehe auch Welches Anti-Mobbing-Training hilft wirklich gegen Mobbing?

Und wenn es sein muss, bezahle ich mit meinem Leben

Unverständlich, diese Überschriften? Mag sein, so wie Mobbing, zumindest oberflächlich betrachtet, oft auch. Lass mich versuchen, etwas Licht in diese manchmal potenziell tödliche Dynamik zu bringen.

Wieso potenziell tödlich? Ich denke, diese Antwort kann ich mir sparen.

Wieso spreche ich hier von Dynamik? Weil es weder ein starres, noch ein mechanistisches Gebilde ist. Sowohl Gemobbter als auch Mobbende nehmen kontinuierlich wechselseitig Maß (“calibrated loops”) und lassen über sich ergehen bzw. agieren dementsprechend. Die Transaktionsanalyse bezeichnet diese Dynamik als (psychologisches) Spiel, worauf ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter eingehen möchte.

Zunächst ein reales Beispiel aus meiner Trainerpraxis. Im Rahmen eines Systemischen Selbstbewusstseinstrainings-Wochenendes begegnet mit eine Mitvierzigerin, die ich im Folgenden als Susanne bezeichnen werde.

In der Vorstellungsrunde wirkt Susanne kraftlos und leer. Sie murmelt etwas von “Mobbingopfer sein“. Später, im unmittelbaren Vorgespräch zu ihrer Familienaufstellung, erzählt Sabine, dass sie Lehrerin sei und eine fast erwachsene Tochter habe, die sie alleine erziehe. Bereits in der Schule sei sie gemobbt worden, anschließend im Studium, woran sich auch in ihrer Lehrerlaufbahn nichts geändert habe. Nach jeweils drei bis vier Jahren sei es an der jeweiligen Schule mobbingmäßig für sie so unerträglich geworden, dass sie den Arbeitsplatz, und damit auch den Wohnort, gewechselt habe (und damit ihre Tochter auch den KiGa, später die Schule). Jetzt möchte sie endlich mal seßhaft werden und ihre Ruhe finden.

Ohne jetzt auf die weiteren Details einzugehen liste ich auf, was Susannes aktive Teilnahme an insgesamt zwei Systemischen Wochenenden im Abstand von rund zwei Jahren ans Tageslicht gebracht und verändert haben:

Wochenende 1:

  • Susannes (unbewusstes) Lebensskript war: “Ich bin nichts wert”
  • Susannes (nicht ganz) unbewusste Strategie: (versteckt) Angriffsfläche zu bieten, um gemobbt zu werden, und dann leiden zu können
  • Sekundärgewinn durch das Mobbing:
    • kontinuierlicher “Beweis” dafür, dass ihr Lebensskript “wahr” ist
    • kontinuerlich kraftlos sein, was das Selbstwertgefühl zusätzlich in den Keller schießt und dazu führt, dass sie sozusagen konkruent sagen kann: “Ich bin nichts wert” (s.o.
    • (negative) Aufmerksamkeit [durch den behandelnden Therapeuten, durch manche KollegInnen (“Ach, die arme…”)]
    • [4 Jahre später zeigte sich, dass Susanne das Mobbing auch (unbewusst) benutzte, um ihre Tochter fest an sich zu binden]

Wochenende 2

Susanne berichtet, dass das Mobbing zwischenzeitlich “aufgehört” habe für eine längere Zeit, dass es nun aber wieder ähnlich schlimm sei wie zuvor. Sie möchte aber, dass es endlich, endlich aufhört.

Eine jetzt durchgeführte Familienaufstellung zeigt, dass bei ihr eine sogenannte “Nachfolgedynamik” (noch) aktiv ist in der Ausprägung: “Mama, ich mache es wie du”. [Susannes Mutter ließ ihr Leben lang viel über sich ergehen.]

Zwei Jahre nach dem Wochenende 2 rief mich Susanne an und berichtete mir, dass das Thema Mobbing seither beendet ist. Sie möchte mir aber eine Klientin empfehlen: ihre Tochter…

Bei Susanne’s Tochter genügte ein Wochenende und eine Familienaufstellung: sie folgte ihrer Mutter (im Sinne der oben erwähnten Nachfolgedynamik). Wer hätte das gedacht? 😉

Übrigens begleitete Susanne ihre rund 21 Jahre alte Tochter “vorsichtshalber” zu diesem Wochenende, und es war ihr recht deutlich anzumerken, dass ein gewisser Teil in ihr nicht wirklich wollte, dass ihre Tochter “komplett mobbingfrei” wird. Nachdem ich diesen Teil wirkungsvoll adressiert hatte, arbeitete es auch noch einmal intensiv in Susanne…

Solltest du jetzt das eine oder andere Fragezeichen mehr haben als zuvor, kann ich dir versichern, dass es mir ähnlich ergangen wäre, bevor ich anfing, mich intensivst mit sogenannten “systemischen Verstrickungen” zu befassen. Dieses Post soll jedoch auch keine Ausbildungslektion sein. Falls irgendetwas in dir angestoßen wurde, ist das vielleicht im Sinne dieses Blogposts :-).

Welche Erfahrungen hast du mit Mobbing, oder vielleicht mit dauerhaft wirksamen Mobbing-Lösungen gemacht? Solltest du derzeit Teil einer Mobbing-Dynamik sein, welche “Regeln” oder Muster kannst du (bereits) erkennen? Schreib’s als Kommentar unter den Artikel – bestimmt sprichst du dem einen oder anderen Leser aus der Seele und kannst vielleicht wirkungsvolle Impulse geben.

Siehe auch Welches Anti-Mobbing-Training hilft wirklich gegen Mobbing?

Wie wir die Woche um einen halben Tag verlängerten – dauerhaft!

Und wie auch du mehr Woche gewinnen kannst.

Lange war es so, dass meine Frau und ich montagvormittags klar Schiff in den Seminarräumen machten, nachdem freitagabends bis sonntags ein Selbstbewusstseinstrainings stattfand. Irgendwann hatte ich es satt und wir beschlossen, dafür eine Putzfrau einzustellen.

Anfangs war das verhältnismäßig viel Geld, was wir selbstverständlich auch anderweitig gut hätten einsetzen können. Aber die Entscheidung war gefallen und ich hatte ein gutes Gefühl dabei, meine Frau anfangs jedoch nicht.

Anstatt montagmorgens nun den Putzlappen zu schwingen fand sich schnell eine angenehmere Alternative: gemeinsam gut frühstücken zu gehen – quasi auch als Wochenendersatz. Dabei genoß ich jede Tasse Kaffee doppelt, hatte ich doch das Gefühl, die Zeit dafür geschenkt bekommen zu haben. Oft führten die gemeinsamen Frühstücke auch zu völlig neuen Ideen und erhöhten so unsere Produktivität.

Gleich mit unserer ersten Putzfrau machten wir übrigens einen Glücksgriff. Sie erledigte mit einem Lächeln mehr Arbeit in kürzerer Zeit als wir beide zusammen und sie war über die für sie angenehme Arbeit zufrieden. Mit ihrer Familie wohnte sie jahrelang in einer viel zu kleinen Wohnung, wobei sie ein klares Ziel hatten: auf ein Haus zu sparen und es selbst zu bauen.

Ursprünglich kamen sie übrigens aus der ehemaligen Sowjetunion. Für unsere 2013 gekauften Seminarräume konnten wir sie leider nicht gewinnen – inzwischen bauten sie fest an ihren eigenen vier Wänden, und ihr seit vielen Jahren gehegter Traum wurde wahr :-).

Wie könntest auch du deine Woche verlängern?

  • Wäschst du dein Auto von Hand und könntest stattdessen durch die Waschanlage fahren?  (Natürlich kommt keine Waschanlage dieser Welt an deine Handwaschqualitäten heran, dafür kann sie dir aber Zeit sparen helfen).
  • Machst du deine Steuererklärung selbst? Sicherlich findest du jemanden, der das besser kann als du (und dir vielleicht noch mehr Geld zurückholen kann).
  • Hast du einen Garten, in dem Rasen gemäht und Unkraut gejähtet werden möchte? Bestimmt findet sich ein Kind aus der Nachbarschaft, das sich über eine Aufstockung seines Taschengeldes freut.

Welche weiteren Ideen kommen dir in den Sinn? Schreibe sie bitte als Kommentar unter diesen Post – ich bin gespannt :-).

Die Entwicklung von Matthias Schwehm – und dann vom Selbstbewusstseinstraining XXL

So entwickelte ich mich – und dann das Selbstbewusstseinstraining XXL 🙂

Rückblickend betrachtet litt ich bereits im Kindergartenalter an meinem damals sehr niedrigen Selbstbewusstsein. In der Pubertät traute ich mich fast nicht, Mädchen anzusprechen. Außerdem war mir damals klar, dass ich mit meiner mündlichen Note auf keinen grünen Zweig kommen konnte und meine Vorstellung, später als Führungskraft zu arbeiten, erschien mir bei gleichbleibender Selbstunsicherheit relativ unwahrscheinlich oder zumindest extrem schwer zu werden.

Selbsthilfebücher brachten mich auf den Weg

Ich begann, Selbsthilfebücher zu lesen. Besonders faszinierte mich dabei die Idee, sich seinen Ängsten zu stellen, um sie so zu lösen.

Im Buch von und über Frank Bettger “Lebe begeistert und gewinne beschreibt dieser, wie er aufgrund eines Unfalls seine aussichtsreiche Sportlerkarriere an den Nagel hängen musste und beruflich aufgrund seiner Minderwertigkeitskomplexe fast auf der Strecke geblieben wäre. Als er sich fast schon damit abgefunden hatte, half ihm ein Wink des Schicksals, sich auf seine Begeisterungsfähigkeit zu besinnen, um seine Angst in den Griff zu kriegen und beruflich erfolgreich durchzustarten. Eine Karriere ohnegleichen nahm ihren Lauf…

Dieses und ähnliche Bücher faszinierten mich so sehr, dass ich mit 18 Jahren damit begann, neben der Schule Lebensversicherungen am Telefon und an der Haustür zu verkaufen. Kaum etwas hätte mir mehr Angst einflösen können. Der Telefonhörer schien Tonnen zu wiegen und die Haustürklingeln wirkten fast wie Selbstzerstörungsknöpfe auf mich. Zwar hörte ich nach einigen Monaten damit wieder auf, aber erste wichtige Lektionen hatte ich gelernt.

Als Student im Erfolgstraining für gestandene Geschäftsleute

Weitere Selbsthilfebücher, und allmählich auch stärker aufkommende Audio-Selbsthilfebücher sowie Selbsthypnosen hielten meine Wachstums-Motivation aufrecht und stärkten mein Erfolgsbewusstsein. Eine Zeitungsannonce (das Internet gab es damals noch nicht) pries eine Gratis-Infoveranstaltung für ein Erfolgstraining an. Ich war so begeistert davon, dass ich mich noch in dieser Veranstaltung für das 14-abendliche Training (je 1 Trainingsabend pro Woche, 14 Wochen lang) anmeldete – die für studentische Verhältnisse extrem hohe Teilnahmegebühr stand mir glücklicherweise zur Verfügung. Dass die meisten Teilnehmer gute 20 Jahre älter waren als ich selbst, kam mir schon irgendwie seltsam und zusätzlich herausfordernd vor.

Auch in diesem Training ging es im Kern darum, persönlich zu wachsen, indem man sich seinen Ängsten stellte. Entsprechende Erfolgsmeldungen wurden an jedem Trainingsabend gerne gehört, nicht zuletzt um sich untereinander wechselseitig zu pushen. “Hausaufgaben” fußten oft ebenfalls auf Angstbewältigung.

Manche Teilnehmer stiegen (zumindest innerlich) recht früh aus, ich jedoch blühte von Abend zu Abend mehr und mehr auf, spürte und erlebte ich doch, welche wertvollen Früchte dies für mich trug.

An jedem dieser 14 Trainingsabende war sichergestellt, dass man mindestens eine (Mini-) Rede vor der ganzen Gruppe von 36 Teilnehmern hielt, oft kam man sogar zweimal dran.

Bereits nach dem ersten Abend war ich wie high – der Adrenalinkick wirkte. Nach wenigen weiteren Abenden war ich zutiefst davon überzeugt, dass diese prinzipielle Trainings-Vorgehensweise, vor anderen Menschen zu reden/reden zu müssen, perfekt für mich war.

Wie aber sollte es nach dem vierzehnten Abend weitergehen? Mir war klar, dass mein neues Selbstbewusstsein allmählich wieder abflauen würde, fände ich nicht bald eine Möglichkeit, sinngemäß weiter trainieren – sprich: vor fremden Menschen reden – zu können.

Auf der Suche nach Angst einflößenden Redesituationen

Mein erstes Semester als Informatik-Student schritt voran, und Wahlen zum Fachschaftsrat (quasi das Pendant zum Klassensprecher in der Schule) standen an. Die Aussicht, als Fachschaftsratsmitglied gelegentlich vor meinen rund 400 Komillitonen eine (kurze) Ansprache via Mikrophon halten zu müssen (dürfen) flößte mir eine beachtliche Angst ein.

Mir war klar, dass dieser Angst wiederum ein beachtliches Wachstumspotenzial innewohnen dürfte. So fiel die Entscheidung, mich zur Wahl zu stellen, und ich “durfte” eine kurze Wahlrede halten, um die Wähler möglichst von mir zu überzeugen. Ob letzteres tatsächlich der Fall war, oder ob mein Wahlgewinn eher der Tatsache geschuldet war, dass nicht jeder bei der Aussicht, im Fachschaftsrat “mitwirken zu dürfen” in Begeisterungsstürme ausbrach, sei dahin gestellt. Jedenfalls wurde ich gewählt, (im Folgejahr erneut), sodass ich gelegentlich vor 400 Studenten kurze Ansprachen halten durfte.

“Wenn schon, denn schon!”, dachte ich mir, und ließ mich gleich noch für die Wahl in den Fachbereichsrat aufstellen, wo man direkt mit Professoren sowie wissenschaftlichen und universitären Mitarbeitern in einem Gremium saß und diese teilweise zu überzeugen versuchte oder mit diesen gemeinsam Probleme löste sowie Konzepte entwickelte. Auch hierfür wurde ich gewählt. Somit hatte ich mir eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, gegen meine Sprechangst anzureden.

Allerdings wollten sich in den beiden Jahren, in denen ich diese Ämter inne hatte, nicht so wirkliche Fortschritte einstellen. Ungefähr zum Ende des zweiten “Ämterjahres” bot sich mir die Möglichkeit, nebenberuflich (und im Außendienst) Bausparverträge zu verkaufen. Wieder poppte die Angst in mir hoch, und die Aussicht, erneut persönlich zu wachsen, ließ mich im Angesicht dieser Angst damit starten. Klaro, oder?

Kaltakquise (fremde Menschen ohne Kontaktwunsch zu kontaktieren) per Telefon oder an der Haustür fiel mir immer noch schwer, aber Fortschritte gegenüber früher konnte ich nicht leugnen. Insgesamt sollten es über fünf Außendienstjahre in ganz unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern, teils auch in anderen Sparten, werden.

Damals gab es noch die Wehrpflicht. Anstatt der Bundeswehr verpflichtete ich mich jedoch lieber im Sanitätsdienst auf 10 Jahre (überwiegend für Wochenend-Dienste). In dieser Hilfsorganisation (ASB – Arbeiter-Samariter-Bund) wurde ein Erste-Hilfe-Ausbilder gesucht – außerhalb der regulären Dienstzeit wohlgemerkt. Nicht zuletzt diese Tatsache führte dazu, dass sich niemand meldete. Ich jedoch sah eine weitere Chance kommen, meldete mich und wurde schließlich auf eine tolle Ausbilder-Ausbildung geschickt.

Die am Ende anstehenden theoretischen Prüfungen meisterte ich mit Bravour, an den praktischen Prüfungen wäre ich jedoch fast aufgrund meines (immer noch) eher schüchternen Auftretens fast gescheitert – aber eben nur fast ;-).

Gleich meine allererste selbst und alleine durchgeführte Erste-Hilfe-Ausbildung in einer Baufirma stellte mich vor eine sehr große Herausforderung, die ich jedoch irgendwie meisterte. Nach etwa zwei Jahren fühlte ich mich zunehmends sattelfester. Allmählich war ich mit meinem Selbstbewusstsein zufrieden. Die zurückliegenden “Trainings” hatten sich in der Summe definitiv mehr als gelohnt, meine Ängste hatte ich endlich im Griff.

Eine altbekannte Frage stellte sich mir mal wieder, dieses Mal jedoch mit einer ganz extremen Hartnäckigkeit:

Was will ich wirklich und dauerhaft?

Nach über drei Jahren hatte ich mein Informatik-Studium zwischenzeitlich an den Nagel gehängt, verkaufte eine immer größer und unübersichtlicher werdende Palette an Finanzdienstleistungsprodukten, Baufinanzierungsberatungen und Immobilien im Außendienst, hatte einen Abbruchbetrieb und ein kleines Fuhrunternehmen am Laufen, schnupperte in viele Network-Marketing-Vertriebe hinein, baute privat ein fremdfinanziertes Haus und renovierte mit der Familie ein Mehrfamilienhaus zwecks Kapitalanlage – ebenfalls fremdfinanziert, hielt immer noch Erste-Hilfe-Kurse, fuhr mittlerweile auch seit einigen Jahren nebenberuflich im Rettungsdienst, leitete eine Jugend-Sanitäter-Gruppe und war letzten Endes heillos verzettelt. Ach ja, verheiratet war ich inzwischen auch, und drei tolle Kinder hatten sich ebenfalls eingefunden :-).

Einerseits war mein Leben voller Abwechslung und Herausforderugen, andererseits fühlte ich mich aus den unterschiedlichsten Gründen heraus immer mehr wie zerquetscht und ausgeliefert. Eine Veränderung musste (mal wieder) her, aber welche?

Die schon so oft von mir bemühte Frage “Was will ich wirklich und dauerhaft?” poppte ständig in mir hoch. Sofern mich meine Erinnerung nicht trügt beschloss der oben erwähnte Frank Bettger in  der Zeit seiner größten Berufskrise, sich in das schwierigste Verkaufsgebiet versetzen zu lassen – nach dem selbstgewählten Motto: “Verhungere oder siege (über dich selbst)!”.

Hierdurch inspiriert beschloss ich, mich in mein Büro zurückzuziehen, um herauszufinden, was ich wirklich, wirklich, wirklich wollte. Meine Entscheidung stand fest: Ich würde erst dann wieder arbeiten gehen, nachdem mir mit jeder Zelle meines Körpers klar war, was ich wirklich, wirklich, wirklich wollte.

Hier kannst du [weiterlesen… – öffnet sich in neuem Fenster] – danach geht es hier weiter: Die Entwicklung vom Selbstbewusstseinstraining XXL

 

Kriterien und Hinweise für “gute” Übungen zum Selbstbewusstsein stärken

Viele Menschen, die etwas für ihr Selbstbewusstsein tun möchten, überfordern sich. Das geschieht oft, wenn sie “gut gemeinten Ratschlägen” folgen oder den “ultimativen Tipps” aus irgend einer Illustrierten oder aus einem der vielen, rein aus der Theorie heraus entstandenen, (therapeutischen) Selbsthilfe-Bücher. Eine ständige Überforderung führt zu Frust und damit meist zu einem Abbruch der Übungen. Damit ist dem Übenden natürlich nicht gedient. Doch was kann man tun?

Meine dringende Empfehlung

Suche dir GANGBARE Möglichkeiten, wie du dein Selbstbewusstsein durch Training stärken kannst. Eine Übung ist immer dann für eine konkrete Person gangbar, wenn

  • sie diesem Menschen sinnvoll und nützlich erscheint
  • sie so klein ist, dass sie ohne große Überwindung umsetzbar ist
  • sie tatsächlich auch ausgeführt werden kann ohne großen Aufwand (wer erst noch in die nächste Stadt reisen muss, um dort 5 Minuten üben zu können, wird das aus naheliegenden Gründen nicht tun – zumindest nicht dauerhaft)
  • sie etwas Überwindung beim Ausführen kostet (aber keine riesige Überwindung, sonst ist der Übungsschritt zu groß)
  • (Übungen, die keine Überwindung kosten, sind keine stärkenden Übungen sondern eher netter Zeitvertreib)
  • sie beim mehrfachen Üben voraussichtlich eine bleibende Wirkung bringt
  • sie idealerweise (zumindest etwas zeitverzögert) für ein gutes Gefühl sorgt

Beispiel

Ich gebe dir ein Beispiel. Mit ungefähr 18 Jahren beschloss ich, meine Mitmenschen mit ihrem Namen anzusprechen. Ich genoss es immer sehr, wenn ich in der kleinen örtlichen Bankfiliale mit „Herr Schwehm“ angesprochen wurde und wollte den Mitarbeitern ebenfalls ein gutes Gefühl vermitteln. Auch die Kassiererinnen im örtlichen Discounter trugen mittlerweile Namensschildchen, und da gab es insbesondere eine junge Dame, die mir ganz besonders gefiel…

Nach einigen Monaten kam die ernüchternde Erkenntnis: Zwar hatte ich es mir oft vorgenommen, aber ich hatte mich nie getraut. So wie es meine damalige Art war sprach ich vermutlich eine Weile kein Wort mehr mit mir ;-).

Ohne dass ich damals einen direkten Zusammenhang sah kreierte ich folgende Übung: Ich stellte mich vor einen Spiegel, den ich extra dafür in einem geschützten Raum aufgehängt hatte, und lächelte mich an. Anfangs kam ich mir dabei ziemlich doof vor. Nach ungefähr vierzehn Tagen des täglichen Übens (je vielleicht 3-5 Minuten) erlebte ich nach und nach ein erhebendes Gefühl, wenn ich mich selbst anlächelte.

Inzwischen geht man davon aus, dass bei intensiven Blickkontakten das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet wird (das auch gute Gefühle macht). Ich vermute, dass das damals bei mir auch der Fall war. Ich begann dadurch sozusagen, mich an mich selbst zu binden. Tatsächlich erlebte ich, dass ich mit mir immer besser in Kontakt kam. Das kann bzw. möchte ich jedoch nicht alleine auf diese Übung zurückführen, denn im selben Zeitfenster trainierte ich mein Selbstbewusstsein auch noch auf weiteren Baustellen.

Nach und nach spürte ich, dass ich andere Menschen INNERLICH anlächeln konnte. Für ein äußeres (sichtbares) Lächeln war ich noch nicht weit genug, das mit dem inneren Lächeln klappte jedoch immer besser. Dazu fällt mir ein wissenschaftliches (?) Experiment ein, über das ich mehrfach gelesen hatte. Ein Psychologe ging ganz bewusst durch eine Stadt (in den USA?) zu einer Zeit, als Pferde und Kutschen noch üblich waren. Er stellte sich vor, der böseste Mensch auf Erden zu sein. Angeblich hätten dann Mütter ihre Kinder teilweise auf die andere Straßenseite gezogen, wenn er kam. Menschen hätten ihn grundlos aggressiv „angemacht“ und ein Pferd hätte gar gescheut. Ob das so war oder nicht sei dahingestellt, jedenfalls glaube ich an die darin steckende positive Metapher, wenn man die Geschichte umdreht.

Allmählich traute ich mich, Menschen tatsächlich auch äußerlich anzulächeln. Das klappte besonders gut bei solchen, „bei denen es für mich um nichts ging“. Z. B. einen älteren Herrn in meinem Zugabteil, eine unattraktive Frau die mich nach dem Weg fragte etc. Einen Polizisten oder auch eine hübsche junge Dame konnte ich auch damals noch nicht anlächeln.

Bis ich Menschen tatsächlich namentlich ansprechen konnte vergingen letztlich einige Jahre. Zwar hätte ich nie gedacht, dass das so lange dauern könnte, aber es war eben ein Teil meines Weges, den ich auch jederzeit wieder gehen würde. Im Lauf der Zeit sind mir jedoch viele Möglichkeiten und Techniken begegnet, sodass ich meinen Trainingsteilnehmern und Klienten oft zu einer deutlich höheren Wachstumsgeschwindigkeit verhelfen kann.

Hätte ich damals weiterhin direkt versucht, Menschen mit Ihrem Namen anzusprechen, hätte ich womöglich die Flinte irgendwann frustriert ins Korn geworfen. Stattdessen habe ich die Übung so klein gemacht, dass sie für mich GANGBAR war.

Was hast du schon alles probiert, von dem dir jetzt bewusst wird, dass es eigentlich zu viel auf einmal oder zu groß war? Schreibe es mir gerne unter dieses Posting :-).

Self-Publishing-Day 2015 in Münster

Self-Publishing-Day 2015 in Münster
Self-Publishing-Day 2015 in Münster

Am Samstag, den 25. April 2015 war es soweit: der 2. Self-Publishing-Day fand statt, und zwar in Münster. Mit ganz vielen positiven Erwartungen aufgrund meiner Erfahrungen beim 1. SPDay 2014 in Würzburg startete ich bereits am Freitag meine Reise zum 500 km entfernten Münster. Gut ausgeruht konnte ich deutlich vor dem angekündigten Beginn um 9 Uhr einchecken und beide von mir avisierte Workshops auswählen. Auch die Aussteller waren überwiegend schon fertig aufgestellt.

Pünktlich um 9.30 Uhr wurde der Tag vom Veranstalter Andreas Hollender in wenigen Sätzen eröffnet, direkt gefolgt von einem sehr kurzweiligen, spannenden Abriß über die Entwicklung des Self-Publishing über die Jahrhunderte hinweg bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt von Ruprecht Frieling (“Prinz Rupi”).

Weiter ging es im Programm mit Johannes zum Winkel, der Tipps und “Strategien zum Buchlaunch” klar kommunizierte. Thorsten Simon klärte danach auf über den Stand der Dinge hinsichtlich Self-Publishing und dem stationären Buchhandel.

Die anschließende Pause konnte bei bereitstehendem Kaffee, Tee, gesunden und psycho-gesunden Snacks wunderbar genutzt werden, um neue Kontakte im Teilnehmerfeld zu knüpfen sowie sich mit den Ausstellern zu unterhalten, die auf angenehm-professionelle Weise entspannt Rede und Antwort standen. Auch die Referenten waren sehr nahbar, sodass die eine oder andere eventuell noch offene Frage schnell ihre Antwort fand.

Schließlich begann der erste Workshop. Zeitgleich fanden jeweils vier mit unterschiedlichen Themen statt, in die man sich morgens eingetragen hatte. Für mich stand “tredition – Zum Bucherfolg? Hier entlang!” auf dem Programm. Die Workshopleiterin Jeanette Hoffmann stellte sehr lebendig Möglichkeiten dar, wie man über tredition sozusagen mit einem Klick seine Buchdatei zugleich als Ebook, Taschenbuch und Hardcover-Buch veröffentlichen kann – weltweit. Dabei ging sie auch auf Fragen ein, die jenseits von tredition lagen, für manche Teilnehmer jedoch von großem Interesse waren.

100 Minuten Zeit hatte man in der Mittagspause, um weitere Kontakte knüpfen und vertiefen zu können. Wo sonst besteht die Möglichkeit, so viele Autoren – darunter recht viele bekannte und teils extrem erfolgreiche – auf einem Fleck kennenzulernen? Auch Gespräche mit den Ausstellern, die überwiegend Dienstleistungen rund um das Self-Publishing anboten, wurden intensiv geführt. Das leibliche Wohl kam dabei auch nicht zu kurz: Die Organisatoren ließen gut auffahren (alles im Preis inbegriffen, was meines Erachtens nicht selbstverständlich ist).

Die weiteren Veranstaltungen waren:

  • Lutz Kreutzer – Inhalt ist das Rückgrat – Nur mit gutem Inhalt können Sie Erfolg haben
  • Béla Bolten – Reihen und Erfolg in der Midlist
  • Matthias Wenzel – Wirtschaftlich denken für Autoren – Das eigene Buch als Produkt sehen
  • Felix Beilharz – Buchvermaktung im Netz – Mit Online- und Social Media Marketing zum Bestseller

Auch diese vier Vorträge waren spannend, informativ und kurzweilig. Sehr interessant fand ich Béla’s Ausführungen darüber, welche Statistik- und damit Umsatzphänomene in Reihen typischerweise auftreten und wie man auch in der Midlist (Veröffentlichungen ungefähr zwischen den Rängen 101 und 1.500) gut (über-) leben kann. Felix’ Vortrag machte mir bewusst, welche nicht genutzten Umsatzmöglichkeiten ich aktivieren könnte und werde. Sehr anschauliche Praxis-Beispiele bewirkten nicht nur bei mir intensive Aha-Effekte.

Self-Publishing-Day-2015 Münster am Vorabend
Self-Publishing-Day-2015 Münster am Vorabend

Mit Daniel Morawek, dessen Workshop “Worauf es bei professioneller Cover-Gestaltung ankommt” nun für mich auf dem Programm stand, lernte ich gleich auch noch einen Filmproduzenten und Designer in Personalunion kennen. Im Nachgang erfuhr ich zufällig, dass einige der gezeigten Cover-Gestaltungs-Beispiele direkt aus seiner Praxis und von den Büchern einer sehr erfolgreichen Autorin stammen, was den Anschauungswert für mich zusätzlich erhöhte.

Viele Workshop-Leiter folgten dem Interesse der Teilehmenden und leisteten zeitlich und inhaltlich mehr, als offensichtlich vorgesehen war. Die sich anschließende Kaffeepause diente dann als Zeitpuffer.

Mit der Verlosung zweier “Kindle Fire” ging es in die letzte Runde: der von vielen sehnsüchtig erwarteten Podiumsdiskussion mit Poppy J. Anderson, Kirsten Wendt, Elke Bergsma und Matthias Matting. Viele Fragen konnten gestellt werden. Ich persönlich erlebte die Antworten als sehr authentisch und hatte den Eindruck, dass nichts hinter dem Berg gehalten wurde. Mit Poppy wurde übrigens Deutschlands erste Selfpublishing-Millionärin life erlebbar. Alle vier inspirierten sehr, und so wurde der 2. Self-Publishing-Day wunderbar abgerundet.

Mein Fazit

  • Eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem extremen Mehrwert.
  • Noch nie habe ich so viele Autoren in so kurzer Zeit kennengelernt.
  • Zwischen 2014 und 2015 hat sich erneut viel verändert.
  • Für mich hat es sich im mehrfachen Sinn gelohnt, für den Tag zwei Übernachtungen vor Ort einzuplanen und am Vortag anzureisen.
  • Auch nächstes Jahr (voraussichtlich in München) werde ich wieder dabei sein und ebenfalls die vorhergehende und folgende Nacht vor Ort verbringen.
  • Zu meinen persönlichen Highlights gehörte, dass ich beim Abendessen in kleiner Runde mit Poppy J. Anderson, Kirsten Wendt, Elke Bergsma, Daphne Buchundmoor Flink,  Béla Bolten, Ruprecht Frieling, Marcus Hünnebeck, Gunnar Siewert und Han Nah (leider konnte ich bisher weder ihren Autoren- noch Klarnamen in Erfahrung bringen – danke für deinen eventuellen Hinweis) dabei sein konnte. (Habe ich noch jemanden vergessen? Ich bin mir nicht sicher…) Die entsprechenden Gespräche haben mich ganz stark inspiriert :-). Meinen speziellen Dank an die Vorgenannten!

Die Nacht war noch nicht vorbei…

Nach der Verabschiedung vor dem Hotel zeigte sich, dass Gunnar Siewert und Béla Bolten im selben Hotel nächtigten wie ich. So starteten wir in die nächste Runde :-). Als diese dabei war, sich aufzulösen, kam Andreas Hollender vorbei, mit dem ich dann auch noch ein spannendes Gespräch führen konnte.

Mein ultimatives Fazit:

#SPDay16, ich komme :-)!