Prüfungsangst lösen, Angstfrei in die Prüfung

Rückführung in frühere Leben – alles Quatsch?

Mehrere Tag lang war in mir ein zunehmend extremes Angst-Gefühl, und zwar immer dann, wenn ich an ein konkret anstehendes belastendes Gespräch dachte. Jetzt habe ich in meinem Leben allerdings schon ganz andere Gespräche bzw. Situationen erlebt und gemeistert. Wie konnte es von daher sein, dass sich jetzt eine solch extreme Angst in mir ihren Weg bahnte?

Als ich diesem Gefühl nachging wurde mir klar, es musste aus einem früheren Leben kommen. (Diese Wahrnehmung kann man trainieren). Ich ging in Trance und spürte und sah, wie ich zu einem Schafott oder zu einem Galgen geleitet wurde, auf einem mittelalterlichen Platz in der Mitte einer Ortschaft. Kurz zuvor war ich noch bei meiner Familie in einem kleinen Kämmerlein. Der Gedanke, meine geliebte Familie nie mehr wiedersehen zu können war für mich unerträglich – sehr viel größer als die Angst vor dem nahenden Tod.

Diese Szenerie erlebte ich in den Tagen zuvor (in meinem realen Leben) mehrfach, und zwar wie in einer Art von Dauerschleife. (Ich bin sehr geübt darin, in Trance zu gehen, auch einfach so zwischendurch). Jedesmal wurde mir beinahe übel dabei.

Gestern Abend nun schaute ich, gemeinsam mit meiner Frau Petra Schwehm,  einen Film, der im 17 Jahrhundert spielte. Offensichtlich davon angetriggert war ich wieder in diesem mittelalterlichen Schauer-Szenario, und meine Frau stellte mir dazu eine Frage, die mich, mit meinem Einverständnis, noch tiefer in dieses Szenario hineinführte. Danach verließ ich meine damalige Familie offenbar freiwillig auf dem Weg zu meiner (von der damaligen Obrigkeit) angeordneten Hinrichtung, weil sonst meine Familie (ich sah meine Frau und mehrere Kinder) ebenfalls getötet worden wäre.

Auf die Frage meiner Frau Petra, ob ich mich damals denn schuldig gemacht hätte, kam mir in den Sinn, dass ich einer Gruppe von Menschen angehörte, die sich im Stillen gegen die (ungerechte) Obrigkeit aufgelehnt hatten. Einer dieser Gruppenmitglieder (mein bester Freund) hätte damals im Suff in einem Wirtshaus Dinge ausgeplaudert, die ihn selbst sofort das Leben kosteten und mich (und andere?) in der Folge.

Wiederum in Gedanken auf dem Weg zum Schafott (oder zum Galgen? Da ich es nicht klar differenzieren kann, und mir in der Rückführung immer wieder der Begriff ‘Schafott’ in den Sinn kam, belasse ich es dabei) war ich plötzlich wie erlöst. Ich fühlte mich frei, leicht und es war einfach herrlich. Ich vermutete, dass das das Gefühl nach meinem Tod sein müsste.

Meine Frau Petra fragte mich nun noch genauer, was ich sähe. Ich konnte die hölzerne, leiterähnliche Treppe zum Schafott beschreiben, Teile der Unterkonstruktion, die ungefähren Ausmaße dieses (Markt-?) Platzes, dass es mehrere hundert Zuschauer gab und ein paar Details mehr. Doch was ich nicht sah (und auch nicht spürte), das war mein Weg die Leitertreppe hinauf zum Schofott. Eigentümlich.

Plötzlich kam es zu einer Bewegung. Und zwar sowohl in der Menschenmenge, als auch in meiner Psyche. Die Menschenmenge gerieht in Aufruhr, stürzte die geplante(n) Hinrichtung(en) mitsamt Obrigkeit, und plötzlich wurde mir (meiner Seele) (wieder) klar, dass ich damals offenbar gar nicht hingerichtet wurde.

Ich war so erleichtert, dass ich es nicht in passende Worte fassen kann. Als mir plötzlich durch den Kopf schoss, dass ich dann ja sogar meine Familie wieder sehen kann, womit ich niemals gerechnet hätte, trieb es mir die Tränen der Liebe, der Sehnsucht, der Erleichterung in die Augen und auch meine Seele schien aufzuatmen.

Im Szenario sah und spürte ich nun, wie ich von der begeisterten Menschenmenge gefeiert und nach oben auf das Podest getragen wurde, um weiter bejubelt zu werden. Es war einfach nur grandios, und ich war zutiefst bewegt.

Dieses Erlebnis bewegte mich (gestern Abend) noch so tief, dass ich beschloss, sofort zu Bett zu gehen, einige Stunden “vor meiner Zeit”. Dennoch schlief ich sofort ein, träumte auch sehr intensiv von Unterschiedlichstem und als ich aufwachte, war dieses extrem belastende Gefühl weg. Zwar hatte ich damit gerechnet, war (und bin) dann aber trotzdem überrascht und erfreut, dass dieses Gefühl nun weg ist.

Dies war nicht meine erste Rückführung, jedoch eine der bewegendsten. Das Besondere war, dass die hierzu erforderliche Kompetenz “bei uns im Haus” ist: zum einen durch meine wunderbare Frau Petra Schwehm, zum anderen durch meine langjährigen und sehr vielschichtigen Erfahrungen im Bereich der Rückführungen, der Trance- bzw. Hypnosearbeit, der Familienaufstellungen und Einigem mehr.

Alles quatsch? Die Beurteilung liegt natürlich bei dir. Jedenfalls ist dieses über Gebühr belastende und von mir als vollkommen unangemessen schwer erlebte Angst-Gefühl weg und das Hinrichtungsszenario durch ein “Inkarnations-Highlight” ersetzt – und zwar völlig ohne Suggestionen.

Mir (und sinngemäß vielen Klienten, mit denen meine Frau bzw. ich gearbeitetet haben) geht es besser, und das ist für mich (und für die Klienten) das, was zählt. Natürlich kann ich nicht “wissen”, dass alles so war, wie ich es in meinem Inneren erlebt habe. Aber ich kann spüren, welchen Unterschied es auf mich und mein Leben macht. Und Letztendlich ist das das, was für mich zählt.

Meine Haltung dazu ist die, die ich auch vom NLP her kenne: “Nutze, was wirkt!”

Was meinst du dazu? Schreib’s mir gerne als Kommentar. Ich bin gespannt. 🙂

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4 Gedanken zu „Rückführung in frühere Leben – alles Quatsch?“

  1. Super schön und authentisch beschrieben – ja, das war echt eine bewegende Erfahrung. Ich war zu dem Zeitpunkt auch in einer Art Trance – oder Meditation – und die Fragen wurden mir quasi in den Mund gelegt.

    Es fühlt sich schön an, einen von dieser emotionalen Last befreiten Mann neben mir zu haben 😉

  2. Lieber Matthias,
    Um mich und meine Seele zu heilen habe ich sehr viele Rückführungen gemacht.
    Ich war in diesem Leben noch nie “religiös veranlagt”. Im Gegenteil – ich wusste zwar in meinem inneren, dass es so etwas wie einen Gott gibt, eine echte Verbindung hatte ich aber nicht dazu – und von der Kirche wollte ich absolut nichts wissen.
    Interessanter Weise bin ich bei meinen Rückführungen fast immer in Leben geführt worden, in denen die Kirche bzw. Klöster eine sehr große Rolle spielten und ich seeeehr schmerz- und leidvolle Erfahrungen gesammelt habe.
    Heute – nach diesen vielen Rückführungen – will ich von der Kirche immer noch nichts wissen 😀 aber meine Verbindung nach “Oben” ist sehr stark 😉

    Herzliche Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,

      vielen Dank für deinen Kommentar. 🙂 Viele Rückführungen, die ich bisher durchgeführt habe, mündeten in mittelalterliche kirchliche Gewalt. Mit der Kirche als Institution hatte ich bisher sowieso beinahe nichts am Hut, durch meine Rückführungserlebnisse noch sehr viel weniger. Auch ich bin davon überzeugt, dass es da etwas Größeres gibt, wobei mein Eindruck der ist, dass sich das unserem Vorstellungsvermögen und damit insbesondere unserer Fähigkeit, das in Worte zu packen, weitestgehend entzieht.

      Menschen, die dafür offen sind, sehe ich heute teilweise sofort frühere Inkarnationserlebnisse an. Insbesondere auch dann, wenn die Rückführung z. B. durch einen Kollegen durchgeführt wird, sodass also auch die “Gefahr”, dass ich meine innere Vorstellung in die Rückführung hineinprojizieren und evtl. dann lediglich meine eigene Projektion herausarbeiten würde, ausgeschlossen ist.

      Je mehr Rückführungen ich erlebe, desto spannender finde ich das. Genauso wie beim Familienstellen. 🙂

      Liebe Grüße

      Matthias

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